AT Medical reagiert auf kritische Cybersicherheitswarnung des BSI
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt aktuell vor zwei schwerwiegenden Sicherheitslücken in der weltweit verbreiteten Programmiersprache PHP.
Die vom BSI als kritisch eingestuften Schwachstellen könnten es Cyberkriminellen ermöglichen, unbefugt auf Webserver zuzugreifen, Schadcode auszuführen und sensible Daten zu kompromittieren.
Die Auswirkungen sind bereits deutlich spürbar: Zahlreiche Behörden, öffentliche Einrichtungen, Universitäten und Unternehmen haben ihre Webseiten und digitalen Dienste vorsorglich abgeschaltet. Dadurch kommt es bereits zu erheblichen Einschränkungen bei der Erreichbarkeit verschiedener Online-Angebote.
🛡️ AT Medical hat unverzüglich reagiert
Unmittelbar nach Bekanntwerden der offiziellen Sicherheitswarnung haben wir entsprechende Schutzmaßnahmen eingeleitet.
Unsere IT arbeitet derzeit mit höchster Priorität daran, sämtliche PHP-basierten Anwendungen, Skripte und betroffenen Komponenten unserer gesamten digitalen Infrastruktur systematisch zu überprüfen, abzusichern und erforderliche Sicherheitsupdates einzuspielen.
🔒 Vorsorgliche Einschränkung für 24 Stunden
Der Schutz der Daten unserer Kunden, Mitglieder und Geschäftspartner genießt bei uns absoluten Vorrang.
Daher deaktivieren wir ab sofort für zunächst 24 Stunden sämtliche externen Zugänge zu geschützten Mitgliederbereichen, Kundenportalen und vergleichbaren Anwendungen.
Diese Maßnahme erfolgt rein vorsorglich, um mögliche Sicherheitsrisiken konsequent zu minimieren.
Eine Wiederfreigabe erfolgt erst nach erfolgreicher Überprüfung der betroffenen Systeme.
Unser Grundsatz bleibt unverändert:
Datensicherheit hat Vorrang vor Verfügbarkeit.
Wir nehmen lieber vorübergehende Einschränkungen unserer Dienste in Kauf, als bei der Sicherheit der uns anvertrauten Daten auch nur den geringsten vermeidbaren Kompromiss einzugehen.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.
Ihr Team von AT Medical
Aktueller Stand laut BSI
Version 1.1: PHP - Kritische Schwachstellen bedrohen Webanwendungen weltweit
In einer Vorab-Ankündigung informieren die Entwickler von PHP aktuell über die Veröffentlichung von Details und Patches zu zwei Schwachstellen in der Programmiersprache am 21. Oktober 2026 ab 16 Uhr. Auch wenn zum aktuellen Zeitpunkt nur wenige Details verfügbar sind, legen die Bewertungen nach CVSS (Common Vulnerability Scoring System; Version 4.0) mit 9.2 von 10 nahe, dass es Angreifern auf Basis von CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 gelingen könnte, aus der Ferne schadhaften Code auf Webservern mit PHP-Anwendungen auszuführen. Weiterhin kann aus den CVSS-Scores abgeleitet werden, dass für eine Ausnutzung weder eine Authentifizierung noch eine Nutzerinteraktion erforderlich sind. Die Schwachstellen werden in aktuellen Berichtserstattungen auch als "PHP2Shell" bezeichnet, um die Ähnlichkeit mit der Schwachstelle "Log4Shell" aufzuzeigen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind noch keine bestätigten Ausnutzungen der Schwachstellen bekannt, jedoch gibt es bereits unbestätigte Berichte über existierende Exploits. Der Patch für die Schwachstelle ist heute 16 Uhr deutscher Zeit (14:00 UTC) angekündigt und sollte unverzüglich zu diesem Zeitpunkt installiert werden. Update 1 (21.10.2026): Entsprechend der Vorankündigung haben die Entwickler inzwischen Patches für verschiedene PHP-Versionen bereitgestellt. Weiterhin wurden weitere Details zu den Schwachstellen veröffentlicht. Diese finden sich unter anderem in den entsprechenden GitHub Advisories zu den CVEs und in den Blogartikeln von Wiz.io sowie Calif.io, die zusammen mit OpenAI an der Entdeckung der Schwachstellen beteiligt waren.
Automatisch abgerufen am 22.10.2026, 01:00 Uhr, stündliche Aktualisierung.
Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Sicherheitswarnung WID-SEC-2026-4055 vom 20./21.10.2026.